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sympatisch, stolz, standfest…

…hier die technischen Details zum Modell:

Hahnrohling weiß grundiert
(160 cm hoch, 80 cm breit, 115 cm tief)

Beton Sockel
(15 cm hoch, 80 cm breit, 80 cm tief)

Sockelgewicht (150 – 160 kg)





Frankfurt (Oder) und sein Wappentier

Erstmals in urkundlicher Erwähnung findet sich die zukünftige Stadt „VRANKENVORDE“ im Jahr 1253. Lange Zeit sah man in diesem Namen den Hinweis auf eine Furt. Nicht zuletzt durch die Untersuchungen von Ernst Walter Huth ist heute aber bekannt, dass es hier keine begehbare Furt gab und es ohne menschliches Zutun auch keinen günstigen Oderübergang gegeben hätte. Erst durch den Bau einer Brücke und den Betrieb einer Fähre wurde der Übergang ermöglicht.

Heute wird allgemein angenommen, dass der Name Frankfurt von der Stadt Frankfurt am Main übertragen wurde. Die Namensübertragung von der älteren auf die junge Stadt an der Oder wird bei der Verleihung der Stadtrechte durch Markgraf Johann erfolgt sein. In Urkunden des 14. Jahrhunderts lässt sich der Stadtname in vielen Abwandlungen, etwa Frankvorde, Frankinvorde und Franckfurd finden. Aber auch die Schreibweise Frankfurt ist in dieser Zeit schon zu lesen. Die heutige offizielle Schreibweise Frankfurt (Oder) geht auf die landespolizeiliche Festsetzung des Frankfurter Regierungspräsidenten vom 27. Mai 1932 zurück. Für die Führung ihrer Rechtsgeschäfte bedurfte die Stadt Frankfurt (Oder) von Anfang an eines Siegels, welches einen Hahn inmitten eines Stadttores zeigt.

Warum der Hahn erwählt wurde, kann mit einem Wortspiel erklärt werden.

Im frühen Mittelalter war die übliche lateinische Bezeichnung für den Franken das Wort Gallus, wie auch Gallus die Bezeichnung für den Hahn ist. Mit der Wahl des Hahnes durch die lateinkundigen Stadtgründer symbolisierten sie die ersten Bewohner der Stadt und gaben sich damit ein „redendes“ Stadtzeichen.

Die Form des Hahnes änderte sich im Lauf der Jahrhunderte. Anfangs mit beiden Füßen auf dem Boden, tritt er uns seit dem 16. Jahrhundert mit einem gehobenen Fuß entgegen. Die Versuche, den seit dem 19. Jahrhundert in beiden Formen zu entdeckenden Hahn zu vereinheitlichen, blieben ohne Erfolg. So wurde im Jahr 1952 der schreitende Hahn beschlossen, hauptsächlich verwandt wurde jedoch ein stehender Hahn.

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Siegel steht das wahrscheinlich schon seit dem Ende des 14. Jahrhunderts gebrauchte Wappen.

Seine Farben beschrieb zuerst Wolfgang Jobst, Sohn des Bürgermeisters Hieronymus Jobst und Professor der ersten Frankfurter Universität in seiner 1561 gedruckten Geschichte zur Stadt. Demnach hat die Stadt „zum Wapen bekommen einen rothen Han mit einem guelden Kopff und gelben Fuessen auf einem gruenen Berge, in weissen Felde stehend“. Zu ergänzen ist, dass sich über dem roten Stadttor ein silberner (weißer) Schild mit einem roten Adler befindet. Daraus leiten sich die Frankfurter Stadtfarben Rot, Grün und Weiß ab.

Das Stadtwappen, wie es die Frankfurter Kontingente von Lanzenträgern und Schützen, die Stadtpfeifer und andere im Dienst der Stadt stehende Personen trugen, ist auch heute noch am Südgiebel des Rathauses zu entdecken. Ein stolzer Hahn ist hier auf der mit 1609 datierten und zuletzt 1994 restaurierten Kupferplatte links neben der Mittelrose zu sehen.


Quelle: Ralf- Rüdiger Targiel, Stadtarchiv Frankfurt (Oder) www.stadtarchiv-ffo.de

 

 

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